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Policy Dialogue on Upscaling Agroforestry in Europe: Regulation and Finance

März 26 @ 13:00 - 17:30

Die Agrarlandschaften Europas stehen an einem kritischen Wendepunkt. Die Herausforderung besteht darin, die Ernährungssicherheit in einer sich rasch erwärmenden Welt aufrechtzuerhalten, ohne die Umwelt noch weiter zu schädigen, während gleichzeitig die Ernteausfälle und die Risiken der Bodendegradation rapide zunehmen. Dies ist ein Aufruf an die Gesellschaft, Produktivität und Ernährungssicherheit mit Klimaresilienz, Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und langfristiger Landbewirtschaftung in Einklang zu bringen.

Die Agroforstwirtschaft, die Bäume in landwirtschaftliche Systeme integriert, bietet einen transformativen, naturbasierten Weg. Sie verbessert die Kohlenstoffbindung, stärkt die Ökosystemleistungen, verbessert die Bodengesundheit und diversifiziert die landwirtschaftlichen Einkommen. Trotz ihrer gut dokumentierten Vorteile ist die Agroforstwirtschaft in Europa nach wie vor unterrepräsentiert und umfasst nur etwa 15,4 Millionen Hektar oder 8,8 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche der EU.

Warum ist das so?

Die vergangenen Programmplanungsperioden der GAP haben gezeigt, dass institutionelle Fragmentierung und „politische Silos“ weiterhin den Fortschritt behindern. Die Agroforstwirtschaft ist oft zwischen den Zuständigkeiten der Landwirtschafts- und Forstbehörden gefallen, da sie für die Forstwirtschaft zu landwirtschaftlich und für die Landwirtschaft zu forstwirtschaftlich ausgerichtet ist. Gleichzeitig sehen sich Landwirte, die Agroforstwirtschaft in Betracht ziehen, mit hohen Vorlaufkosten, langen Amortisationszeiten und begrenztem Zugang zu gemischten oder privaten Finanzierungen konfrontiert.

Wir befinden uns an einem kritischen Punkt, da die Agroforstwirtschaft nun in den nationalen Energie- und Klimaplänen und Klimaanpassungsstrategien einen prominenten Platz einnimmt und die vorgeschlagene Verordnung über nationale und regionale Partnerschaften (2028–34) neue Governance-Möglichkeiten bietet.

Die Ausweitung der Agroforstwirtschaft erfordert mehr als nur erklärte Ambitionen. Sie erfordert:

  • Regulatorische Kohärenz zwischen den Rahmenwerken für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Klima
  • Integrierte nationale und regionale Planungsmechanismen
  • Innovative Finanzinstrumente, die langfristige ökologische Investitionen risikofrei machen
  • Stärkere Brücken zwischen öffentlichen Anreizen und privatem Kapital

Organisiert im Rahmen der Projekte ReForest und DigitAF von der Euro-Mediterranean Economists Association (EMEA) in Zusammenarbeit mit der European Agroforestry Federation (EURAF) und dem Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) und veranstaltet vom Center for European Policy Studies (CEPS), wird dieser Politikdialog politische Entscheidungsträger, Forscher, Finanzakteure und Praktiker zusammenbringen, um zu erörtern, wie Europa vom Erfolg der Pilotprojekte zur systematischen Einführung der Agroforstwirtschaft übergehen kann.

Die Veranstaltung umfasst:

  • Eine kurze Präsentation der neuesten Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus europäischen Agroforstinitiativen aus zwei Horizon Europe-Projekten – ReForest & DigitAF
  • Ein Dialog über die Nutzung nationaler und regionaler Partnerschaftspläne zur besseren Integration der Unterstützung für die Agroforstwirtschaft
  • Ein Dialog über die Schließung der Investitionslücke und die Einbettung innovativer Finanzierungsmechanismen in die künftige GAP

Durch die Verbindung von Wissenschaft und Politik, Regulierung und Finanzen soll diese Veranstaltung dazu beitragen, ein Governance- und Investitionsökosystem zu schaffen, das den regenerativen Wandel in Europa durch die Förderung der Agroforstwirtschaft unterstützen kann.

Die Veranstaltung wird vom CEPS (Centre for European Policy Studies) am 26. März 2026 in Brüssel, Belgien, ausgerichtet.

Moderator:

Prof. Martin Lukac, Professor an der Tschechischen Universität für Lebenswissenschaften in Prag und Koordinator des ReForest-Projekts.

Referenten:

Marie Gosme, PhD, leitende Forscherin am französischen Institut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt (INRAE), Koordinatorin von DigitAF

Gerry Lawson, Politikberater, Europäische Agroforstwirtschaftsvereinigung

Tiago Zibecchi, Forscher, Euro-Mediterranean Economists Association

Anja Gassner, Direktorin CIFOR-ICRAF Europe

Valeria Forlin, stellvertretende Leiterin der Abteilung für Landökonomie und Kohlenstoffentfernung, Generaldirektion Klimapolitik, Europäische Kommission

Weitere Diskussionsteilnehmer werden in Kürze bekannt gegeben (TBA).

Bitte melden Sie sich hier an: https://ceps.my.salesforce-sites.com/eventregistration?eventid=a1GQA00000GrdBm2AJ

Details

Veranstalter

  • CEPS (Centre for European Policy Studies)

Veranstaltungsort

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Veranstalter

  • CEPS (Centre for European Policy Studies)

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