DigitAF

DIGItal Tools to help AgroForestry meet climate, biodiversity and farming sustainability goals: linking field and cloud

DIGItal Tools zur Unterstützung der Agroforstwirtschaft bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Klima, Biodiversität und Landwirtschaft: Verlinkung von Feld und Cloud

DigitAF ist ein vierjähriges Horizon Europe-Projekt. Das DigitAF-Konsortium vereint 25 Partner aus 20 Ländern der EU, assoziierten Ländern und darüber hinaus, bestehend aus neun Forschungsorganisationen, fünf Universitäten, sechs Kleinen & Mittelständischen Unternehmen (KMUs), vier europäischen und internationalen Organisationen und einer NGO. Das DigitAF-Konsortium decken alle Akteure der Agroforst-Wertschöpfungskette ab und unterstützen so effizient die Umsetzung der Agroforstwirtschaft in der EU. Projektkoordinator:in ist die INRAE (Institut national de recherche pour l’agriculturel’alimentation et l’environnement), Montpellier (FR).

Hintergrund zum Projekt

Die Agroforstwirtschaft hat ihr Potenzial für die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe, die Eindämmung des Klimawandels und die Anpassung an den Klimawandel, die Erhaltung der biologischen Vielfalt und den Bodenschutz bereits vielfach unter Beweis gestellt.  Es gibt allerdings kein Standardmodell oder „Einheitsgrößen“ – Agroforstsysteme sind in Design und Ausrichtung individuell vom Standort und vom Betrieb abhängig. Digitale Entscheidungshilfen, Tools, Modelle oder Apps könn(t)en bei der Planung und dem Management helfen – sind aber häufig nicht einfach zu bedienen oder zu verstehen.

DigitAF will gemeinsam mit PraktikerInnen, Interessens- und MarktvertreterInnen digitale Instrumente (Tools, Modelle, Apps) testen und Anregungen zu deren Verbesserung und möglichen Vereinfachung geben. Das Projekt gibt Hilfestellung für:

  1. Politische Akteure: um effizienter politische Maßnahmen zur Förderung der Einführung von AF zu entwickeln;
  2. PraktikerInnen (LandwirtInnen…): um mit der Komplexität von Agroforsten in der Praxis umzugehen. Es sollen Tools zur Planung und Gestaltung der Pflanzung als auch Hilfestellung für das jährliche Management und die Verwaltung auf Feld- und Betriebsebene bereitgestellt werden.
  3. Marktpartner: um die Bewertung und Vermarktung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Leistungen von Agroforstsystemen zu vereinfachen bzw. voranzutreiben.

Der auf die Endnutzer ausgerichtete Multi-Akteurs-Ansatz von DigitAF wird durch die Einrichtung von sechs Living Labs (LL) in Italien, Deutschland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Finnland und der Tschechischen Republik ermöglicht. Open-Source-Tools werden gemeinsam entwickelt, dank vorhandener oder neuer praktischer Kenntnisse, wissenschaftlicher Erkenntnisse und Modelle. Sie werden mit den Endnutzern von LL getestet und dank ihres Feedbacks verbessert. Eine größere Verbreitung an die Zielgruppen wird durch die DigitAF-Partner, die Mitglieder und Netzwerke in der gesamten EU versammeln, sichergestellt.

Aktuelles

Kick-Off Treffen L’Institut Agro Montpellier

06.09.2022 

Teilnehmer:Innen am DIGITAF Kick-Off-Treffen am Campus des L’Institut Agro Montpellier

Exkursion zur Weinbau Forschungsstation der INRAE

07.09.2022 

Domaine du Chapitre – Villeneuve les Maguelonne

Mit Bäumen gegen die Dürre - Wie Agroforstwirtschaft unsere Felder schützt

08.09.2022

Reportage von Andrea Koeppler zeigt die Erfahrungen aus Frankreich und Deutschland zum Thema Agroforstwirtschaft und Klimawandel.  Link zur BR Mediathek.

DeFAF beim Zukunftsforum Land.Kann.Klima in Berlin

06.02.2023

Unter dem Motto Land.Kann.Klima. gab es ein Fachforum „Bäume auf den Feldern? Agroforst als Klimachance!“

Link zum Rückblick

Konferenz „Landwirtschaft & Klimakrise: WASSER – ein knappes Gut?“

10.03.2023

MEP Martin Häusling lud nach Berlin, um Möglichkeiten zum Wasserschutz in der Landwirtschaft zu diskutieren.  Nachlese hier.

Exkursion zu Agroforstbetrieb in der Schweiz

08.06.2023 

Agroforst im Weinbau auf dem Betrieb von Pascale & Jürg Strauss, Rickenbach

134. VDLUFA-Kongress in Freising

05.-09.09.2023

DeFAF auf dem 134. VDLUFA-KONGRESS zu Klimaanpassung und Ernährungssicherheit – Herausforderungen für die Landwirtschaft

CDR Terra Dialog im Deutschen Museum in München

11.10.2023

(v. l. n. r.): Moderatorin Dr. Jennifer Hauck, Sophie Scherger (IATP), Dr. Rico Hübner (DeFAF), Stefan Müller (BMBF), Prof. Dr. Sabine Fuss (MCC Berlin), Prof. Dr. Imke Hoppe (LMU) bei der Podiumsdiskussion des CDR-Dialogs

Potentiale und Chancen der CO2-Entnahme wurden von Experten unterschiedlicher Fachgebiete nach der Methode Fish-Bowl auf der abschließenden Podiumsdiskussion diskutiert. Veranstaltungsrückblick und Medienecho.

Digitale Tools im Wahlmodul Agroforstwirtschaft in Weihenstephan

02.12.2023

Präsentation der Ergebnisse durch Studierende

Studierende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) lernten die digitalen Tools des DeFAF zur Planung und Berechnung von Agroforstsystemen kennen. Mehr Infos hier.

Zusammenfassung der ersten Ergebnisse im Projekt DigitAF

11.09.2024

Halbzeit im Projekt – erste Ergebnisse aus dem Projekt DigitAF sind hier kompakt und auf deutsch zusammengefasst.

Inhalte der Forschungsarbeit

DigitAF Living Lab Brandenburg

Der DeFAF organisiert und leitet die Aktivitäten im Living Lab Brandenburg im Projekt DigitAF.  Sollten Sie Interesse an der Teilnahme als Akteur im Living Lab Brandenburg haben, bitte eine Nachricht an uns schicken.  Derzeit suchen wir noch interessierte Landwirtschaftsbetriebe in Brandenburg, gerne auch Betriebe die ganz am Anfang der Agrofrostwirtschaft stehen, aber auch Berater, Verbände, Initiativen für unser LivingLab. Zwar können wir keine finanzielle Kompensation für die Teilnahme anbieten, aber spannende Vernetzungstreffen, Exkursionen, Infoveranstaltungen in Brandenburg. Auch der Austausch auf europäischer Ebene hat besondere Priorität. Bei Interesse oder Fragen gerne unter huebner[at]defaf.de melden.

Projektlaufzeit:
1.7.2022 – 30.06.2026

Koordinator:
INRAE

Link zur Projektseite

Social media

 

Ergebnisse der Forschungsarbeit

Titel
D1.1 – Bewertung angekündigter nationaler GAP-Strategieplan-Maßnahmen zur Etablierung und Erhaltung von Agroforstsystemen und Landschaftselementen
D1.2 – Bericht und Datenbank zur Verfügbarkeit von Agrarumweltindikatoren
D1.3 – Bewertung und Empfehlungen zu Methoden zur Erfassung von AF-Flächen und THG-Emissionen
D1.4 – AF-LPIS-räumliche Politikmodelle für Living Labs
D1.5 – Politiken und MRV-Modelle für Carbon Farming
D1.6 – Bewertung der Umsetzung nationaler GAP-Strategieplan-Maßnahmen
D2.1 – Umfrageformular zu technischen und administrativen Fragestellungen
D2.2 – Roadmap zu Werkzeugen für technische und administrative Fragestellungen
D2.3 – Roadmap 1.0 zu erwarteten Nutzen und Kosten von Agroforst-Innovationen
D2.4 – Roadmap 2.0 zu Werkzeugen für erwartete Nutzen und Kosten von Agroforst-Innovationen
D2.5 – Plan zur Verbesserung bestehender Werkzeuge für Baum- und Kulturpflanzenproduktivität

INRAE, Instituut voor Landbouw-, Visserij- en Voedingsonderzoek (EV ILVO), Acta les instituts techniques agricoles (ACTA), Grab Groupe de recherche en agriculture biologique (GRAB), CIRAD, Czech University of Life Sciences Prague (CZU), Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V. (DeFAF), European Forest Institute (EFI), ICRAF, Louis Bolk Instituut (LBI), Scuola Superiore Sant’Anna (SSSA), Universidad de Extremadura (UEX), Ghent University (UGHENT), VUKOZ, European Agroforestry Federation (EURAF), European Landowners‘ Organization (ELO), VENETO, reNature, MVARC, Regen Farmer, Sinergise, Erdyn > Innovation Consultancy (ERDYN), Cranfield University (CRAN), General Secretariat GS-EAER (AGROSCOPE), Coop Carbone (COOPC), Savanna Institute (SAVANNA)

Dieses Projekt wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont Europa unter der Fördervereinbarung Nr. 101059794 gefördert.

Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der Autor:Innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für die Forschung (REA) wider.

Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für diese verantwortlich gemacht werden.