Ein Agroforstsystem mit integriertem Energieholzbau

Agrargenossenschaft Forst eG, Forst

Die Agrargenossenschaft Forst eG bewirtschaftet etwa 2.500 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in der Niederlausitz (Brandenburg). Neben der Grünlandnutzung werden auch Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln angebaut. Parallel zur Pflanzenproduktion werden jährlich ca. 5 Mio. kg Milch produziert sowie etwa 500 Rinder für die Fleischproduktion gehalten.

Auf dem Gelände der Forster Agrargenossenschaft befindet sich zudem eine 470 kW Biogasanlage. Seit 2010 hat die AG Forst ihren Betriebszweig um die Produktion von Energieholz in einem Agroforstsystem erweitert.

Der Betrieb

  • ca. 2430 ha, davon ca. 70 ha als Agroforstfläche
  • ca. 1856 Rinder
  • 45 Beschäftigte mit 6 Auszubildenden

Unsere Betriebszweige

  • Rinderhaltung
  • Milch- und Fleischproduktion
  • Pflanzen- und Energieholzproduktion
  • Biogasanlage
  • Kartoffel-, Futtermittel- und Fleischverkauf
  • ARGE Rekultivierung, Tagebau Jänschwalde

Agroforst-Produkte

  • Holzhackschnitzel
  • diverse Ackerfrüchte

Warum ein Agroforstsystem mit Energieholz?

Der Anbau von Agroforstsystemen mit Energieholzstreifen bietet neben der kurzfristigen Bereitstellung holzartiger Biomasse auch zahlreiche positive Umweltwirkungen wie z.B. den Schutz des Bodens vor Wind- und Wassererosion. Im Gegensatz zum vollflächigen Energieholzanbau in Kurzumtriebsplantagen können fruchtbare Ackerschläge auch weiterhin für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion genutzt werden.

Agroforstsystem Forst

Die Anlage des Kurzumtriebs-Alley-Cropping-Systems erfolgte im Frühjahr 2010. Der Ackersschlag, ein Auenboden, umfasst etwa 70 ha und liegt unweit der Stadt Forst in unmittelbarer Nähe zur Neiße. Zunächst wurden insgesamt sieben Gehölzstreifen in Nord-Süd-Richtung gepflanzt. Auf einer angrenzenden Teilfläche erfolgte im Frühjahr 2014 dann die Etablierung weiterer Gehölzstreifen. Die Gehölzflächen setzen sich aus verschiedenen Pappelsorten und Robinien zusammen. Sie nehmen inklusive Pufferbereich eine Breite von ca. 11 m ein und wurden in Abständen von 24 bis ca. 120 m angelegt. Die zwischen den Gehölzstreifen befindlichen Ackerstreifen wurden zwischen 2010 und 2016 mit diversen Ackerfrüchten bestellt. Dazu gehören neben Mais auch Lupine, Speisekartoffeln, Winterweizen sowie Zuckerrüben.