Hühner weiden besser unter Bäumen.

Pflanzung am 28. April 2026 beim Demonstrationsbetrieb für Agroforstwirtschaft Großenhainer Geflügelhof GmbH & Co. KG.

• Für mehr Gegacker auf dem Acker • (in diesem Fall Grünland 🐔 ) In Sachsen hat die Großenhainer Geflügelhof GmbH & Co. KG fast 30 Hektar Grünland mit 5 Hektar Pappeln bepflanzt. Für Sachsen ist diese Agroforstfläche mit tausenden Hühnern und 11.000 Pappeln einzigartig und über das Projekt MODEMA konnte die Pflanzung unterstützt werden. Der Betrieb wird in das Forschungsnetzwerk integriert aufgrund der besonderen Wertschöpfungsansätze für Industrieholz bzw. Geflügel. Besonders war auch die Doppelbearbeitung durch den Traktor, während vorn die Fräse den Boden bearbeitete wurden hinten auf dem Pflanzwagen die Pappeln gesteckt. So konnte die Pflanzung innerhalb von zwei Tagen gewuppt werden. Danke an Alle und mögen die Pappeln gedeihen.

Im Projekt MODEMA koordiniert das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) des Freistaates Sachsen die Modellregion Ost und hat am 28. April 2026 an der Baumstreifen-Pflanzung teilgenommen.

„In dieser Woche beginnen wir mit einem Agroforstprojekt in den Ausläufen vom Wiesenblick und der Luise. Dafür werden ca. 11000 Pappeln gepflanzt, welche dann nach kurzer Zeit einen schönen Pappelwald bilden sollen. 🌳🌳🌳 Das soll unseren Hühnern zum einen Sicherheit vor Greifvögeln geben, die Ausläufe aufwerten und natürlich können diese schnellwachsenden Bäume geerntet und zu Hackschnitzeln usw. verarbeitet werden. Gleichzeitig tun wir natürlich damit etwas für Umwelt und Klimaschutz. Hoffen wir auf Regen und gutes Wetter damit sich die Bäume gut entwickeln“, so die Geschäftsführer Fabian und Christian Riedel.

„Die Flächen wurden als Agroforstsystem auf Dauergrünland im Rahmen der GAPDZ angelegt und angemeldet. Die Flächenstatus ändert sich dadurch nicht, es bleibt Dauergrünland. Nur, dass es nun ein Agroforstsystem auf Dauergrünland ist 💫 Da die Maßgaben der Ökoregel 3 eingehalten wurden, erhält der Betrieb nun neben der Basisprämie auch die erhöhte Agroforstprämie von 600 €/ha Gehölzfläche pro Jahr. Die Etablierung von Agroforstsystemen bedarf keiner Genehmigung mehr, sofern man nicht in besonders schützenswerten Habitaten oder Gebietskulissen pflanzt. Vor der Pflanzung gab es eine Rücksprache mit dem zuständigen Landwirtschaftsamt, welche auch die Einladung annahmen, die Pflanzung vor Ort zu begutachten. Bei der Pflanzung haben wir darauf geachtet, dass die Grasnarbe nur im Pflanzbereich mit der Frontfräse zerkleinert wird. Also möglichst Grünlandschonend. Insgesamt wurden 11.000 Pappelruten auf 5 ha Gehölzfläche in zwei Tagen durch unser Unternehmen gesetzt. „, erläutert Tobias Peschel, Lignovis GmbH. Und weiter freut er sich „Es ist deutlich einfacher und attraktiver für Landwirtschaftliche Betriebe geworden, Agroforstsysteme zu etablieren. Auch ein Nutzungskonzept muss nun nicht mehr erstellt werden. Mit der Förderkulisse Agroforst können Betriebe nun einfacher Gehölze in ihre Flächenbewirtschaftung integrieren, ohne dass dies zu einem geschützten Feldgehölz wird. Damit werden Landwirtinnen und Landwirte deutlich flexibler in ihre Gestaltung, können mehr ausprobieren, ohne Sorge, den Ackerstatus zu verlieren.“

Bildmaterial:

Sabine Weiher • sabine.weiher[at]lfulg.sachsen.de

Lignovis GmbH • www.hühner-wald.de

Bericht & Video von:

Annett Gernhardt • gernhardt[at]defaf.de

Annett Gernhardt

Die Pflanzung fand dank der Förderung im Projekt MODEMA statt. Die Förderung des MODEMA Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“.