Starkregenprävention & Grundwasserneubildung

Das Grundprinzip von Keyline Design ist es, Strukturen im Gelände zu schaffen, die dafür sorgen, dass das durch Niederschläge verfügbare Wasser bestmöglich auf der Fläche aufgenommen, verteilt und gespeichert wird. Richtig eingesetzt betreiben Landwirtinnen und Landwirte damit aktiven Hochwasser- und Dürreschutz auf ihren Flächen.

Betriebssteckbrief:

Die Auswirkungen der Klimakrise zeigen sich in vielen Regionen Deutschlands immer stärker: Anhaltende Sommertrockenheit sowie Bodenerosion infolge von Starkregen stellt Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen. Um die Landwirtschaft resilienter gegen solche Klimaeinflüsse zu machen, werden seit einigen Jahren schon innovative Ansätze entwickelt und getestet. Ein Ansatz ist das sogenannte Keyline Design.

Starkregenprävention & Grundwasserneubildung • In Baden-Württemberg bereitet Gerd Bayer die Anlage seines Agroforstsystems auf fünf zusammenhängenden Schlägen mit insgesamt 19 Hektar vor. Die landwirtschaftliche Fläche (Druschfrüchte, Mutterkuhhaltung) wird mit rund 3 Hektar Pappeln, Walnuss, Haselnuss, Laubfutter und Schattenbäumen für Rinder sowie Trüffelbäumen bepflanzt und über das Projekt MODEMA unterstützt. Der Betrieb wird in das Forschungsnetzwerk integriert aufgrund der innovativen Ansätze für die Gehölzstreifen mit der Integration von Rückhalte- und Sickergräben zur Starkregenprävention und Grundwasserneubildung. Die Anlage und Pflanzung wird im Laufe des Jahres 2026 bis 2027 erfolgen.

„Sehr sehr cooles Projekt mit großem Innovationscharakter. Neben der Visualisierung übernahmen wir die Planung und Modellierung der Sickergräben. Freuen uns schon darauf wenn es bald umgesetzt ist!“, so Christoph Meixner von Triebwerk.

Visualisierung (c) Triebwerk UG
Betriebsbetreuung: Bioland Praxisforschung GmbH

Beitrag von:

Annett Gernhardt •

Annett Gernhardt

Video von:

Tom Köhn •

Die Förderung des MODEMA Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“.