MODEMA
Aufbau eines bundesweiten Modell- und Demonstrationsnetzwerks für Agroforstwirtschaft in Deutschland • Förderkennzeichen: 2222NR061
Skalierung der agroforstlich bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland • 13 Partner • drei Modellregionen über 7 Bundesländer • 30 Landwirtschaftliche Betriebe • Neupflanzungen und bestehende Agroforstsysteme • wissenschaftliche Begleitforschung zu Fragen des Pflanzenbaus, der Ökologie und Ökonomie • Öffentlichkeitsarbeit für breite Zielgruppen • Wissenstransfer
Im Verbundvorhaben MODEMA wurden aufgrund der großen Anzahl von Demonstrations-Flächen drei Modellregionen gebildet. Die regionale Koordination erfolgt über die MODEMA-Partner in den Bundesländern.
Für die Schwestervorhaben AGROfloW, DigAForst, PappelWERT und SALIX AFS sind die Kontaktdaten weiter unten bei den Projektbeschreibungen verlinkt.

Niedersachsen
vinzenz.spengler(at)lwk-niedersachsen.de

Baden-Württemberg • Bayern • Hessen
tobias.hoppe(at)bioland.de
hannes.vandermeide(at)bioland.de

Sachsen
sabine.weiher(at)smekul.sachsen.de
Sachsen-Anhalt • Thüringen
goetz.haferburg(at)tlllr.thueringen.de
denis.teubner(at)tlllr.thueringen.de
Klick auf Hotspot öffnet den Betriebssteckbrief. (wird laufend ergänzt)
Hintergrund des Verbundvorhabens
Der immer deutlicher werdende Anpassungsdruck der Landwirtschaft an den Klimawandel und dessen Auswirkungen sowie die Notwendigkeit, entsprechende innovative Lösungsansätze für eine weiterhin funktionierende Landbewirtschaftung zu finden, ist die Motivation, die alle Mitglieder des Verbundes verbindet. Die Agroforstwirtschaft bietet in ihrer Vielfältigkeit für viele unterschiedliche Standorte und derzeitig bestehende Problemstellungen Antwortmöglichkeiten! Deutschlandweit gibt es eine zunehmend positive Tendenz, Agroforstsysteme in die landwirtschaftliche Praxis zu integrieren.
Das Verbundvorhaben MODEMA ermöglicht eine Übertragung auf möglichst viele Standorte und setzt Agroforstwirtschaft in der Fläche um. Die Zusammenarbeit aller Vorhaben im deutschlandweiten AGROFORST-NETZWERK sichert eine enge Verzahnung und Abstimmung und eine durchsetzungsstarke Öffentlichkeitsarbeit.
Zentralkoordination
Dr. Steffi Schillem & Annett Gernhardt
Kontakt:
schillem [at] defaf.de & gernhardt [at] defaf.de
Ziel und Inhalt des Verbundvorhabens MODEMA
Das übergeordnete Ziel des Modell- und Demonstrationsnetzwerkes für Agroforstwirtschaft in Deutschland ist es, die agroforstliche Nutzung als wesentlichen Bestandteil der deutschen Agrarwirtschaft in die landwirtschaftliche Praxis zu integrieren und so die Zahl agroforstlich bewirtschafteter Flächen in Deutschland zu erhöhen.
Mit der Errichtung eines Agroforst-Demonstrationsnetzwerkes sollen dabei Beispiele mit Leuchtturmcharakter geschaffen werden, die mit ihrer Strahlwirkung zu einem weiteren Ausbau der Agroforstwirtschaft in Deutschland beitragen.
Hieraus ergeben sich im Kern 9 Arbeitspakete des Verbundvorhabens.
Arbeitspakete
Über sein großes Agroforst-Expertennetzwerk arbeitet der DeFAF e.V. mit zahlreichen Unternehmen und Verbänden sowie Behörden und politischen Entscheidungsträgern zusammen. Der DeFAF ist zudem die offizielle deutsche Vertretung der europäischen Agroforst Förderation (EURAF). Der DeFAF e.V. ist Ausrichter des größten deutschen Forums Agroforstsysteme und bietet Fortbildungen im Rahmen der Agroforst-Akademie an.
Aufgaben im Projekt: Zentralkoordination, Fachbeiratskoordination, Öffentlichkeitsarbeit, Abstimmung und Durchführung von Wissenstransferformaten, Zusammenführen von Handlungsempfehlungen für die Agrar- und Umweltpolitik
Versuchsdesign
Das Versuchsdesign wurde in Anlehnung an den Leitfaden ‚Bodenkundliche Untersuchungen in streifenförmigen Agroforstsystemen‘ des DeFAF e.V. entwickelt. Das Julius Kühn-Institut (JKI) und die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) erarbeiteten das Versuchsdesign gemeinsam, da auf denselben Flächen und an denselben Probenahmepunkten beprobt wird.
Die Proben werden entlang von sechs Transekten mit je fünf Probenahmepunkten im Agroforstsystem (AFS) genommen, von denen drei Transekte Richtung Luv und drei Richtung Lee ausgerichtet sind. Diese Transekte haben einen festen Abstand zueinander. Je Transekt werden die Punkte innerhalb der Baumreihe (0 m), in 1 m und 6 m Entfernung zur Baumreihe sowie auf einem Viertel und der Hälfte der Breite des Ackerstreifens gesetzt. Die Probenahmepunkte werden abhängig von der Bearbeitungsbreite des Betriebs angepasst, um die Beprobung in Fahrspuren oder Überschneidungen der Bearbeitungsbreiten zu meiden. Der Mindestabstand der Transekte innerhalb der Baumreihen beträgt 25 m. Zusätzlich wird je Betrieb eine Referenzfläche außerhalb des AFS ohne Bäume beprobt, deren Probenahmepunkte in 20 m Entfernung voneinander liegen sollen. Die Anzahl der Probenahmepunkte in der Referenzfläche entspricht der Anzahl der Transekte im AFS.
Die JLU nimmt einmalig Bodenproben an allen Probenahmepunkten zur bodenchemischen und bodenphysikalischen Charakterisierung. Da das JKI zweimal jährlich im April und Oktober Bodenproben zur Bestimmung der Mikroorganismen nimmt und Regenwurmaustriebe durchführt, werden aufgrund des hohen Arbeitsaufwands vier Distanzen gewählt. Bei der Auswahl der Betriebe und Flächen wurde der Fokus auf etablierte, silvoarable AFS mit Ackerbau gelegt.
Bei detaillierteren Anfragen wenden Sie sich bitte an die Zentralkoordination oder die Partner-Institutionen.
Fokus des Modell- und Demonstrationsvorhabens ist neben der Etablierung von Agroforstsystemen zur Dürreprävention und dem Niederschlagserosionsschutz insbesondere die Einbettung dieser in eine ökonomische und soziale Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Kommunen. Dabei sollen Daten zur Ökonomie, sowie zu den Auswirkungen auf Dürre und Erosion erfasst werden. Weiterhin sollen politische, rechtliche und fördertechnische Weiterentwicklungen zum rechtssicheren Ausbau der Agroforstwirtschaft in Deutschland benannt und analysiert werden, damit diese verbessert werden können.
Projektkoordination by IfaS an der Hochschule Trier
Kontakt: Martin Pesch | ma.pesch[at]umwelt-campus.de
Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhabens ist die Etablierung von Agroforstsystemen in der Agrarintensivregion Nordwestniedersachsen und deren digitale Kartierung und Inventarisierung durch KI-gestützte Robotertechnik. Anhand der erfassten Daten sollen Bewirtschaftung und Erntezeitpunkt optimiert und damit eine verbesserte stoffliche Verwertung in der Holzverarbeitung garantiert werden. So soll eine geschlossene Wertschöpfungskette entstehen, die regional und nachhaltig ist.
Projektkoordination by trafo:agrar an der Universität Vechta
Kontakt: Beata Punte | beata.punte[at]uni-vechta.de
Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhabens ist die Etablierung und nachhaltige Produktion geeigneter Weidenarten in multifunktionalen Agroforstsystemen. Das Weidenholz wird zur Weiterverarbeitung für einen endlosen Weidenholzfaden und für Weidenholztextil genutzt. Das Weben und Flechten mit einem Massivholzfaden ist eine neue und wenig erforschte Herangehensweise für die industrielle Formgebung von Holzbauteilen. Aus der Weidenrinde werden Salizylate für Medizin & Kosmetik gewonnen. Die jährliche Ernte garantiert bereits kurzfristig gesicherte Einnahmen für die Landwirtschaftsbetriebe und steigert den Anreiz für die Realisierung in der Praxis.
Projektkoordination by Universität Kassel
Kontakt: Steffi Silbermann | steffi.silbermann[at]b-k-e.org
Ziele des Modell- und Demonstrationsvorhabens sind die Optimierung von Anbau- und Bewirtschaftungskonzepten für Pappel-Agroforstsysteme und deren Wertschöpfungsketten. Die Entwicklung innovativer Leichtbau-Werkstoffe sowie der Einsatz für Tragwerke von Gebäuden wird untersucht. Neue Kooperationsmodelle sollen Landwirten und Holzverarbeitern den Einstieg in die optimierten Agroforst-Wertschöpfungsketten erleichtern.
Projektkoordination by Lignovis GmbH
Kontakt: Jens Asmuth | jens.asmuth[at]lignovis.com
Schwerpunkte vielfältige Pflanzungen und Zentralkoordination
Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhabens ist der Aufbau von drei Modellregionen Nord-West, Ost und Süd mit neu angelegten und bestehenden Agroforstsystemen. Die Flächen repräsentieren eine große Vielfalt an Agroforsttypen mit diversen Baumarten für die stoffliche oder energetische Nutzung oder Gewinnung von Nahrungs- oder Futtermitteln, in Kombination mit Acker- oder Grünland, mit oder ohne Tierhaltung.
Zusätzlich werden alle Vorhaben aus dem BMEL-Förderaufruf vernetzt.
Die Koordination von MODEMA erfolgt als Verbundvorhaben (nach oben scrollen).
Kontakt: Dr. Steffi Schillem | schillem[at]defaf.de
Die Förderung des MODEMA Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“.
Diese Website gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers DeFAF e.V. wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen.