Agroforstwirtschaft kann Regionalentwicklung: DVS und DeFAF zeigen Potentiale auf

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Julia Günzel | 24.04.2026

Mehr Bäume auf Acker und Weide – ein vielversprechender Ansatz für eine zukunftsfähige und resiliente Landnutzung. Die Agroforstwirtschaft kommt dabei nicht nur Landnutzenden zugute. Aufgrund ihrer vielen Vorteile für z.B. Klima- und Bodenschutz, Artenvielfalt, Wasserverfügbarkeit und vieles mehr eignet sie sich ganz besonders, um regional gesetzte Ziele durch z.B. Kommunen zu erreichen. Bei einer Onlineveranstaltung, die von der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) in Kooperation mit dem DeFAF e.V. am 21. April 2026 stattfand, wurden einige dieser Beispiele vorgestellt.

Im Fokus der Veranstaltung standen vor allem Praxisbeispiele für erfolgreiche Kooperationen zwischen Landnutzenden und Kommunen für die Umsetzung der Agroforstwirtschaft sowie die Rolle, die Kommunen dabei spielen können. Diese Beispiele lieferte Sven Volkers aus dem Landkreis Wolfenbüttel, Stefanie Kleine von der Wurzener Land Werke GmbH und Jan Große-Kleimann vom Familienhof Große-Kleimann. Bei den ersten Beispielen standen vor allem Interessen seitens der Kommunen im Vordergrund wie die Klimaanpassung oder die regionale Wärmeversorgung. Das Beispiel des Familienhofes Große-Kleimann zeigte wiederum auf, welch neue Impulse Agroforstsysteme auch für Kultur und sozialen Zusammenhalt setzen kann.

Dass die Agroforstwirtschaft hierfür und für einige weitere, auf regionaler Ebene wichtige Bereiche ein wichtiges Werkzeug sein kann, zeigte Julia Günzel vom DeFAF auf. Auch wenn diese Landnutzungsform selbst nicht in regionalen Konzepten wie z.B. LEADER Entwicklungsstrategien, Klimaanpassungskonzepten oder Biodiversitätsstrategien auftaucht – in vielen Fällen lässt sie sich aber unter anderen Stichworten wie klimaangepasste Flächennutzung, Erhaltung und Weiterentwicklung der Kulturlandschaft oder auch Biotopvernetzung als Maßnahme ansetze. Hierzu führte sie Beispiele aus Nordrhein-Westfalen an, wo im Rahmen des Projektes EELAP regionaler Konzepte und Strategien derzeit analysiert werden.

Die Präsentationsfolien der Refent:innen sind auf der Webseite der DVS zu finden.