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DeFAF-Mitglieder treffen sich im Wurzener Land

Allgemein, News
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https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/03/Foto-0.4_©-Anke-Hahn_DeFAF-e.V.jpg 562 1000 Anke Hahn https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Anke Hahn2026-03-11 15:23:272026-03-11 15:43:58DeFAF-Mitglieder treffen sich im Wurzener Land

Kompakt, aber fachlich fundiert • Infoblatt Nr. 9 mit Beispielberechnungen

Allgemein, DeFAF-Infomaterialien, News, Projekte

Annett Gernhardt| 09.03.2026

Neues Info-Bundle für Interessenten am Einstieg in die Agroforst-Landwirtschaft

Infoblatt als Ergänzung zu den Video-Betriebsportraits jetzt verfügbar

Dr. Steffi Schillem (DeFAF e. V.) und Tobias Hoppe (Bioland Praxisforschung GmbH) adressieren mit dem jetzt neu veröffentlichten Infoblatt vor allem Landwirtinnen und Landwirte, die sich mit der Frage beschäftigen, ob und wie Agroforst zu ihrem Betrieb passt. Beide Autoren sind im Projekt MODEMA tätig. Das vom DeFAF e. V. getragene Projekt MODEMA verfolgt das Ziel, Agroforstsysteme als zukunftsfähige Landnutzungsform in Deutschland zu etablieren und praxisnahes Wissen für Betriebe bereitzustellen. Mit dem neuen Info-Bundle wurden grundlegende Informationen, wirtschaftliche Eckdaten und rechtliche Hinweise in einem leicht zugänglichen Format aufbereitet.

Das Info-Bundle ist so konzipiert, dass interessierte Landwirtinnen und Landwirte sich in kurzer Zeit einen strukturierten Überblick verschaffen können, ohne dass die Inhalte zu stark vereinfacht werden. Im Infoblatt sind beispielhafte Zahlen zu Investitionsaufwendungen und Pflegekosten, Wertschöpfungspotenzialen und betriebswirtschaftlichen Effekten enthalten, die eine erste wirtschaftliche Einordnung ermöglichen. Ergänzend werden relevante rechtliche Normen und zentrale Vorschriften benannt, sodass Betriebe frühzeitig ein Gefühl für rechtliche Anforderungen und Gestaltungsspielräume bekommen. Die drei Filme vertiefen diese Aspekte visuell und praxisnah: Anhand realer Betriebe und konkreter Flächengestaltungen wird gezeigt, wie Agroforstsysteme geplant und umgesetzt werden können, welche Anpassungen im Betriebsablauf notwendig sind und welche Chancen sich für Klimaresilienz, Biodiversität und betriebliche Stabilität bieten.

  • Infoblatt Nr. 9 – Agroforstwirtschaft: mehr Schutz, mehr Zukunft & neue Erträge für den landwirtschaftlichen Betrieb
  • YouTube Playlist Bäume auf den Acker

Die Informationen eignen sich sowohl für konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Betriebe und knüpfen unter anderem an die Erfahrungen des MODEMA-Projekts aus den umfangreichen Pflanzungen der Periode 2024/2025 an. (vgl. Pressemitteilung vom 7.10.2025).

Der DeFAF dankt für die ehrenamtliche, gemeinnützige Mitarbeit des Fachbereichs Beratung und Planung sowie von Dr. Christian Böhm.

https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/03/Modema-Infobundle-Einstieg.png 861 1414 Annett Gernhardt https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Annett Gernhardt2026-03-09 14:44:132026-03-10 09:10:30Kompakt, aber fachlich fundiert • Infoblatt Nr. 9 mit Beispielberechnungen

Regionalversorgung in NRW: Agroforst als Baustein für mehr Resilienz

EELAP-Projekt, News

Julia Günzel | 27.02.2026

Regionale Wertschöpfungsketten gelten als nachhaltiger und robuster. Für noch mehr Nachhaltigkeit und Resilienz vor allem auf der Anbauseite sind Agroforstsysteme ein wichtiger Baustein. Auf dem Netzwerktreffen des Landesverbandes Regionalbewegung NRW e.V. am 26. Februar 2026 in Dortmund wurde die Rolle der Agroforstwirtschaft als eines von mehreren Schwerpunktthemen in einem Workshop diskutiert.

Wirtschaften in planetaren Grenzen – mit Agroforstsystemen lässt sich auf einer Fläche ökologischer und mehr produzieren. Teilweise entstehen dabei zusätzliche Produkte, für die es angepasste Ernte- und Verarbeitungsverfahren sowie neue Absatzwege braucht. Regionale Kooperationen z.B. mit dem Lebensmittelhandwerk sind daher essentiell, um Agroforstprodukte, die u.a. mehr Klimaschutz und -anpassung bedeuten, wirtschaftlich tragfähig und präsenter zu machen. Auf dem Netzwerktreffen in Dortmund mit rund 60 Teilnehmenden war genau das ein wichtiges Leitthema: Wie lassen sich Partnerschaften zwischen Kommunen, Landwirtschaftsbetrieben, regionalem Lebensmittelhandwerk und anderen Akteuren aus der Land- und Ernährungswirtschaft so gestalten, dass sie beständig sind, Vertrauen schaffen und langfristig erfolgreiche Ansätze aufbauen bzw. erhalten können?

Agroforst als wichtiger Baustein für nachhaltige regionale Versorgung

Im Projekt EELAP beschäftigt sich der DeFAF ebenfalls verstärkt mit diesen Fragen und dem Beitrag der Agroforstwirtschaft. Eingebracht wurde das Thema in Form von einem kurzen Pitch durch Julia Günzel.  Danach ging es in einen von drei Workshops, in dem die Rolle der Kommunen im Detail diskutiert wurde. Der Agroforstwirtschaft wurde hier Potential für mehr Klimaresilienz entlang von Wertschöpfungsketten zugesprochen. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass es derzeit noch Bedarf an mehr Wissen aber auch Unterstützung seitens Kommunen für Praxispartner braucht. Die Diskussionsteilnehmenden wiesen ebenfalls auf den Bedarf nach einer stärkeren Honorierung von Gemeinwohlleistungen bzw. dem „public value“ nachhaltiger Anbauverfahren hin. Die Agroforstwirtschaft mit ihren Vorteilen für Boden, Klima, Artenvielfalt oder auch Landschaftsästhetik kann hier sehr stark punkten. Damit regionale Wertschöpfungsnetzwerke aber gestärkt werden, brauche dieses Thema in Kommunen aber eine bessere Einbindung und Verstetigung.

Insgesamt bot das Netzwerktreffen neue Anregungen und Anknüpfungspunkte, um das Wertschöpfungspotential von Agroforstsystemen in Nordrhein-Westfalen besser auszuschöpfen. Ein Ansatz, der in den nächsten weiterverfolgt wird, ist die Weiterentwicklung der Initiative Besser mit Bäumen, die im Projekt AgroWert-Regio entstanden ist. Weitere Aktivitäten dazu werden auf der EELAP-Seite veröffentlicht.

 

https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/02/20260226_103701-scaled.jpg 1920 2560 Julia Günzel https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Julia Günzel2026-02-27 17:01:362026-03-02 11:23:02Regionalversorgung in NRW: Agroforst als Baustein für mehr Resilienz

Agroforst-Akademie Planungskurs 26/27: Jetzt anmelden

Agroforst-Akademie, Allgemein, News
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https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/02/Start-neuer-Planungskurs-1.jpg 948 1264 Simone Dehn https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Simone Dehn2026-02-25 14:38:472026-02-26 11:09:15Agroforst-Akademie Planungskurs 26/27: Jetzt anmelden

Klartext Forschung #8: Natürliche Regulierung von Beikräutern und Schädlingen im Agroforst

Allgemein, Klartext Forschung, News, Projekte
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https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2025/05/Klartext-Forschung-DeFAF.png 696 1000 Leon Bessert https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Leon Bessert2026-02-23 09:51:032026-02-24 11:58:43Klartext Forschung #8: Natürliche Regulierung von Beikräutern und Schädlingen im Agroforst

Neues Infoblatt veröffentlicht: Agroforstsysteme als produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahme (PIK)

Allgemein, DeFAF-Infomaterialien, Fachbereiche, News

Annett Gernhardt| 19.02.2026

Agroforstsysteme als produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahme (PIK)

Infoblatt in Kooperation zwischen dem vom DeFAF e.V. koordinierten Projekt MODEMA und dem DeFAF-Fachbereich Recht und Verwaltung

Dr. Wolfgang Zehlius-Eckert leitet den Fachbereich Recht und Verwaltung beim Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft. Gemeinsam mit Iruna Müller, DeFAF-Praktikantin bzw. Studentin an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, wurde nun ein neues Infoblatt veröffentlicht.

„Das Infoblatt stellt die Möglichkeit der Anlage und Bewirtschaftung von Agroforstsystemen als produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahme vor. Es bietet einen kompakten Überblick über eine multifunktionale Flächennutzung im gemeinsamen Interesse von Naturschutz und Landwirtschaft.“, so die Autoren.

Das Infoblatt wie auch ein im Dezember initiiertes PIK-Netzwerk mit laufenden Aktivitäten wurden auf einer Tagung in Hannover ins Leben gerufen.

  • Das Infoblatt steht hier zum Download bereit.
  • zur PIK-Webseite des DeFAF e.V.

Links zu Aktivitäten des PIK-Netzwerks:

  • Ein aktueller Fachartikel des IfaS steht hier zum Download bereit.
  • Ein wissenschaftliches Poster des IfaS steht hier zum Download bereit.

Der DeFAF dankt für die ehrenamtliche, gemeinnützige Arbeit unserer Fachbereiche und der Netzwerkakteure für mehr frei verfügbares Agroforst-Wissen für alle.

https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/02/Beitragsbild-PIK.png 1286 1940 Annett Gernhardt https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Annett Gernhardt2026-02-19 13:12:172026-02-19 15:22:46Neues Infoblatt veröffentlicht: Agroforstsysteme als produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahme (PIK)

Neues Infoblatt veröffentlicht: Aus Erfahrungen lernen • Fehler in Agroforstsystemen

Allgemein, Fachbereiche, News

Annett Gernhardt| 30.01.2026

Aus Erfahrungen lernen • Fehler in Agroforstsystemen

Ein Bundle-Informations-Angebot bestehend aus Masterarbeit, Film und Infoblatt

Lisa Hillenbrand leitet den Fachbereich Junger DeFAF beim Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft. Bis vor wenigen Wochen hat sie am Campus Witzenhausen der Universität Kassel studiert und hat nun erfolgreich ihren M.Sc. in Ökologischen Agrarwissenschaften abgeschlossen. Lisa ist seit vielen Jahren der Agroforstwirtschaft verbunden und ehrenamtlich für den DeFAF aktiv. Sie hat die Entstehung vieler Gehölzflächen auf Feldern begleitet und erforscht und sich besonders darauf konzentriert, auf vermeidbare „Fallstricke“ hinzuweisen.

„Aufgrund ihrer klimapositiven Wirkungen ist die Weiterentwicklung und Verbreitung von Agroforstsystemen von hoher Relevanz. Fehler sind auch im jungen und komplexen Themenfeld Agroforst allgegenwärtig. Ziel meiner Masterarbeit war es, aufgetretene Fehler strukturiert zu untersuchen.“, so Lisa Hillenbrand

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie acht leitfadengestützten Experteninterviews, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

  1. Erstens wurde analysiert, welche Fehler bei der praktischen Umsetzung von Agroforstsystemen (AFS) in Deutschland auftreten können: Von 127 identifizierten Fehlerquellen entfiel der Großteil auf die Planung; am deutlichsten wurde jedoch unzureichende Systempflege betont.
  2. Zweitens wurden Ursachen der Fehlerentstehung untersucht, wobei insbesondere (fehlendes) Wissen hervorzuheben ist.
  3. Drittens wurde der Umgang und die Kommunikation über Fehler im AFS betrachtet – welche insgesamt positiv, jedoch noch ausbaufähig sind.

Abschließend werden drei Empfehlungen formuliert: die Verbesserung der Fehlerkultur, die Entwicklung einer ‚guten fachlichen Praxis‘, sowie die aktive
Verbreitung von Fehlern und daraus entstandene Lernerfahrungen.

Hierzu hat Lisa gemeinsam mit weiteren Unterstützenden ein umfangreiches Bundle-Informations-Angebot erarbeitet.

  • Das Infoblatt steht hier zum Download bereit.
  • Die Masterarbeit steht hier zum Download bereit.
  • Das Video ist auf dem DeFAF-YouTube-Kanal veröffentlicht worden und hat bereits mehr als 10.000 Aufrufe.

Wer den persönlichen Erläuterungen durch Lisa Hillenbrand selbst lauschen möchte: Hier ist die Aufzeichnung eines kompakten Vortrags abrufbar.

Der DeFAF dankt für die ehrenamtliche, gemeinnützige Arbeit unserer Fachbereiche für mehr frei verfügbares Agroforst-Wissen für alle.

https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/01/Infoblatt-Nr.7-Lisa-scaled.png 1625 2560 Annett Gernhardt https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Annett Gernhardt2026-01-30 11:04:472026-01-31 12:30:04Neues Infoblatt veröffentlicht: Aus Erfahrungen lernen • Fehler in Agroforstsystemen

Agroforstwirtschaft selbst erforschen und erfahren: Workshop zu Bildungsformaten bei Bundestagung Lernort Bauernhof

Agroforst-Akademie, Allgemein, DeFAF-Infomaterialien, News
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https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/01/WhatsApp-Image-2026-01-24-at-16.58.40-1-1.jpeg 657 1600 Sebastian https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Sebastian2026-01-27 14:34:162026-02-09 14:32:27Agroforstwirtschaft selbst erforschen und erfahren: Workshop zu Bildungsformaten bei Bundestagung Lernort Bauernhof

Der DeFAF beim Zukuftsforum Ländliche Entwicklung 2026: nachhaltige Flächennutzung und regionale Versorgung mit Bäumen

EELAP-Projekt, News

Julia Günzel | 22.01.2026

Was sind die kommunalen Handlungsspielräume, um Flächen zu sichern und nachhaltig für die regionale Versorgung zu nutzen? Welche Rolle kommt der Agroforstwirtschaft dabei zu? Um diese Fragen drehte sich das Fachforum „Flächen im Blick – nachhaltige Ernährung & Nahversorgung gemeinsam gestalten“, das am 21. Januar 2026 auf dem Programm des Zukunftsforum Ländliche Entwicklung (ZFLE) 2026 stand. Der DeFAF brachte hierzu seine Expertise zu den Vorteilswirkungen auf Landschaftsebene und für regionale Wertschöpfung mit ein.

Das Fachforum 8, das vom Bundesverband Regionalbewegung, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie der Europäischen Metropolregion Nürnberg organisiert wurde, bot ein interaktives Austauschformat, bei dem auch die Teilnehmenden mitdiskutieren konnten. Vorab lieferten die Referentinnen und Referenten kurze Impulse nach einer Begrüßung durch Nicole Nefzger vom Bundesverband der Regionalbewegung und Alexander Handschuh, Beigeordneter und Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Zwei Praxisbeispiele zu erfolgreichen Stadt-Land-Partnerschaften für die regionale Versorgung stellten Dr. Patricia Schläger-Zirlik (Geschäftsstelle Metropolregion Nürnberg) und Sebastian Pomm (Stadt Leipzig).

Mit einem Beitrag zu den Potentialen der Agroforstwirtschaft lenkte Julia Günzel vom DeFAF dann den Blick auf die eigentliche Flächennutzung in der Landwirtschaft. Essentiell sei hier, dass auch Kommunen diese vielversprechende Landnutzungsform im Blick haben und an verschiedener Stelle in der regionalen Entwicklung und Planung mit einbringen. Die Landwirtschaftsbetriebe dürfen nicht allein gelassen werden, gerade wenn es um behördliche Bestimmungen sowie auch mögliche kooperative Ansätze im Bereich der regionalen Wertschöpfungsketten geht. Die Agroforstwirtschaft als einen Lösungsansatz in z.B. Klimaanpassungskonzepten, Ernährungsstrategien oder auch regionalen Entwicklungskonzepten aufzunehmen, könnte dafür ein Ansatz sein. Die Möglichkeiten dafür werden im Projekt EELAP derzeit stärker beleuchtet.

Das Gehörte traf bei den Teilnehmenden auf großes Interesse. Bei der anschließenden Fish Bowl Diskussion brachten sich mehrere Personen mit Fragen und Anmerkungen ein, die zusätzliche Einblicke zu den aktuellen Herausforderungen in Kommunen, aber auch praktischen Ansätzen für die Umsetzung ermöglichten. Die Agroforstwirtschaft schien hierbei ein spannender Ansatz zu sein, den es für sie weiter zu verfolgen lohne.

https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/01/127.jpg 1200 1600 Julia Günzel https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Julia Günzel2026-01-23 14:55:482026-02-19 15:59:30Der DeFAF beim Zukuftsforum Ländliche Entwicklung 2026: nachhaltige Flächennutzung und regionale Versorgung mit Bäumen

BMUKN-Agrarkongress 2026: Zwischen Ernährungssicherung und Umweltschutz – Weichenstellungen für die Zukunft der Agrarpolitik

Allgemein, News

Leon Bessert | 19. Januar 2026

Der BMUKN-Agrarkongress 2026 machte deutlich: Die zukünftige Agrarpolitik steht vor der Herausforderung, Umwelt- und Klimaschutz, wirtschaftliche Tragfähigkeit und bürokratische Entlastung in Einklang zu bringen. Regionale Partnerschaften und gezielte Förderinstrumente könnten dabei eine Schlüsselrolle spielen – vorausgesetzt, sie werden konsequent weiterentwickelt und ausreichend finanziert. Die Agroforstwirtschaft muss hierbei eine zentrale Rolle spielen. Wie Agroforstsysteme im Sinne des Umweltschutzes besonders förderlich für Insekten ausgestaltet werden können, untersucht das DeFAF – Naturschutzvorhaben SEBAS.

Am 13. Januar kamen in Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis zum Agrarkongress vom  Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Austausch über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 für eine Landwirtschaft, die Ernährungssicherung und Umweltschutz vereint. Als Beispiele für eine solche zukunftsfähige Landwirtschaft diente unter anderem die Agroforstwirtschaft mit dem Projekt Klimalandschaft Wolfenbüttel und dem landwirtschaftlichen Betrieb Wilmars Gärten.

Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Carsten Schneider betonte in seinem Beitrag das übergeordnete Ziel einer lebenswerten Umwelt, wirtschaftlich stabiler landwirtschaftlicher Betriebe und intakter Ökosysteme. Mit Blick auf die neue GAP äußerte er jedoch deutliche Kritik: Der eingeschlagene erfolgreiche Weg der bisherigen Förderperiode werde nicht konsequent fortgesetzt, vielmehr seien Rückschritte bei den Umweltambitionen zu befürchten. Schneider sprach sich für EU-weite Mindeststandards im Umwelt- und Klimaschutz aus sowie für einen verbindlichen Mindestanteil des GAP-Budgets für Umweltleistungen, etwa im Vertragsnaturschutz. Die GAP müsse weiterhin aus einem eigenen Haushaltstopf finanziert werden. Eine pauschale Kappung von Direktzahlungen sehe er kritisch, da diese regionsspezifische Unterschiede nicht ausreichend berücksichtige. Gleichzeitig forderte er einen deutlichen Abbau von Bürokratie, Kontrollen und Schreibtischarbeit, um Betriebe zu entlasten.

Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer unterstrich die Bedeutung der Landwirtschaft für die Ernährungssicherung. Der Abbau von Bürokratie sei dringend notwendig, um die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken. Umwelt- und Klimaschutz blieben dabei zentrale Ziele. Rainer lehnte eine Auflösung der Zwei-Säulen-Struktur der GAP ebenso ab, wie die Zusammenlegung von Fonds für die Landwirtschaft mit anderen Bereichen. Gegen eine Kappung von Direktzahlungen bei 100.000 Euro sprach er sich ebenfalls klar aus. Positiv bewertete er hingegen die Zusammenführung von Öko-Regelungen (ÖR) und Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM). Der Fokus müsse auf Maßnahmen liegen, die einfach umsetzbar seien und gleichzeitig einen hohen Umwelt- und Klimanutzen entfalten.

Aus wissenschaftlicher Sicht plädierte Professorin Regina Birner vom Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) für eine gezielte Finanzierung von Gemeinwohlleistungen. Direktzahlungen seien dafür kein geeignetes Instrument. In der Regel führen höhere Direktzahlungen zu höheren Pachtpreisen, wodurch dieses Geld letztlich den Flächeneigentümern und nicht den Bewirtschaftern zu Gute kommt.

Elisabeth Werner, Generaldirektorin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der EU-Kommission, hob den Ansatz des „Farm Stewardship“ hervor, der landwirtschaftliche Betriebe stärker als verantwortliche Akteure für Umwelt- und Ressourcenschutz versteht.

Um Ernährungssicherung und Umwelt- sowie Klimaschutz zu vereinen, ist die Agroforstwirtschaft ein sehr effektives Instrument.

In der Praxis setzt dies bereits seit einigen Jahren der Betrieb Wilmars Gärten, 40 Kilometer südlich von Berlin um. Betriebsleiterin Maria Gimenéz verdeutliche ihre Motivation, mit regenerativer Landwirtschaft hochqualitative Lebensmittel zu erzeugen und natürliche Ressourcen zu schützen. Agroforstsysteme sind dabei für ihren Betrieb ein wichtiges Werkzeug.

Im Projekt Klimalandschaft Wolfenbüttel bringt die ProjectTogether gGmbH gemeinsam mit dem DeFAF e.V.  und weiteren Partnern landwirtschaftliche Betriebe, Kommunen und Bürger zusammen, um eine klimaresiliente Agrarlandschaft mithilfe von Agroforstsystemen zu erschaffen. Ulrike Oemisch und Philipp Burckhardt zeigten auf, wie das Zusammenbringen verschiedener Akteure die Voraussetzung ist, um transformative Prozesse auf Landschaftsebene anzustoßen .

 

https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2026/01/Wolfenbuettel_Visionsbild_Copyright-Klimalandschaft-Wolfenbuettel-Sebastian-Volmer.jpg 1352 2048 Leon Bessert https://agroforst-info.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo_neu.png Leon Bessert2026-01-19 10:18:142026-01-19 18:28:20BMUKN-Agrarkongress 2026: Zwischen Ernährungssicherung und Umweltschutz – Weichenstellungen für die Zukunft der Agrarpolitik
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